Der Grundriss

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Der Grundriss einer Thermenanlage war im gesamten Römischen Reich gleich. Er bestand aus der Abfolge von drei Räumen: dem Kaltbad, dem Warmbad und dem Heißbad. Vor dieser Raumflucht lag ein Umkleideraum.
 
Diese Abfolge findet man auch bei den römischen Thermen in Zülpich. Gebaut wurden sie Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr. Zur festen Ausstattung gehörte neben der Fußboden- und Wandheizung je eine Wanne im Kalt- und im Heißbaderaum. Sie wurden später um je eine zusätzliche Wanne ergänzt. Ein Kanal südlich der Thermen entsorgte das Abwasser und spülte gleichzeitig die Latrinenanlage.

Grundriss der Römerthermen Zülpich

Der Rundgang durch die Thermen konnte durch einen Besuch im trockenen Schwitzraum oder der Außenanlage variiert werden. Im Zuge des 3. Jahrhunderts wurde der Gebäudekomplex um eine „basilica thermarum“ ergänzt. Ab da konnte in dieser Mehrzweckhalle auch Sport getrieben werden. Zur selben Zeit erhielten die Thermen ein zweites Warm- und ein Heißluftbad, was auf rege Nutzung der Bewohner Tolbiacums, so hieß Zülpich bei den Römern, schließen lässt.

In dieser Form bestand die Thermenanlage bis zum Beginn des 4. Jahrhunderts n. Chr.